Prof. Dr. Michael Fallgatter

 

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre insb. Personalmanagement und Organisation

 

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Präsentismus

 

Ansprechpersonen:

Corinna Steidelmüller

Heiko Breitsohl

 

Präsentismus ist das Verhalten von Berufstätigen trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen. Die Folgen des Verhaltens sind allerdings weitreichend. Für die Organisationen ist Präsentismus mit Produktivitätsverlusten und damit entstehenden Kosten verbunden, da Arbeitnehmer, die krank zur Arbeit gehen, nicht ihre normale Produktivität aufrechterhalten können. Auf individueller Ebene führt Präsentismus zur einer Verschlechterung der Gesundheit und darauffolgenden längeren Ausfallzeiten. Die Ursachen und Einflüsse, weshalb Individuen zur Arbeit gehen, obwohl sie krank sind, sind dabei vielschichtig und umfassen kontextbezogene Faktoren und personenbezogen Faktoren.

 

Aktuelle Schwerpunkte:

Messung von Präsentismus:

Bisher wird Präsentismus häufig durch Single-Items oder vor allem im deutschsprachigen Raum mit mehreren Items gemessen, die sich retrospektiv auf die letzten drei, sechs oder zwölf Monate beziehen. Allerdings wird die Entscheidung, krank zur Arbeit zu gehen, täglich getroffen basierend auf dem aktuellen Gesundheitszustand und dem aktuellen Kontext und persönlichen Bedingungen. Um die Schwankungen des Gesundheitszustands, der Kontextbedingungen und der persönlichen Bedingungen zu berücksichtigen, empfiehlt sich eine wiederholte Messung in kürzeren Zeitabständen. Ziel unserer Forschung ist deshalb die Erfassung des Präsentismusverhaltens mittels eines wöchentlichen Tagebuchs, um ein besseres Verständnis vom Phänomen "Präsentismus" zu erlangen.

Vorträge:

  • Steidelmüller, C., Breitsohl, H., (2014): Kurzpräsentation: „Die Dynamik von Präsentismus - Eine Untersuchung von intra- und interpersonellen Schwankungen“, Herbstworkshop, Kommission Personal, Graz, 25.-26.09.2014

 

Individuelle Einflussfaktoren:

Eine starke Bindung von Arbeitnehmern an ihren Arbeitgeber kann sowohl für das Unternehmen, aber auch für das gebundene Individuum positive Wirkungen entfalten. Bei der Betrachtung der Organisationalen Selbstbindung, definiert als Band zwischen Individuum und Organisation, werden jedoch auch negative Konsequenzen festgestellt, wie eine (freiwillige) Verschlechterung der Work-Life-Balance oder die Tendenz zu gesetzwidrigem Verhalten, um die Organisation zu schützen. Auch eine Resistenz gegen Wandel geht scheinbar mit einer starken Bindung einher. Ziel unserer Forschung ist es, eine weitere negative Konsequenz und ihre mögliche Verbindung mit dem Organizational Commitment darzustellen, dem Präsentismus.

Vorträge:

  • Ruhle, S., Breitsohl, H., Fallgatter, M.J. (2010): Organizational Commitment und Präsentismus – Unerwünschte Wirkungen einer ausgeprägten Selbstbindung - Eine Untersuchung von Mitarbeitern. Herbstworkshop der Kommission Personal, Gießen, 2010-11-12.

 

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